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meine liebsten festival erinnerungen

Ich hab zu lauter musik im dreck geschlafen, da blieb mein mund noch ungeküsst.


deshalb werden musik, konzerte und vor allem festivals immer meine erste liebe sein. damals, 2005 & super sweet 16, wollte ich unbedingt weezer sehen. meine mutter fand es sinnvoll, mich in die obhut meines 20 jahre älteren bruders zu geben. und so starteten wir, mit zwei zelten bewaffnet, per zug an den salzburgring zum frequency festival.

mein bruder und ich standen uns damals nicht recht nahe, wir waren beide eher die distanzierten typen, deshalb erkundete jeder für sich das gelände. ich. war. im. himmel. ich stand von 15.00 uhr (danko jones) über 20.00 uhr (queens of the stoneage) bis 01.00 uhr nachts (foo fighters) vor der bühne - 10 stunden ohne nahrung, flüssigkeit oder toilettengang.

was ein junger körper alles aushält. von da an war es um mich geschehen. jährlich zog es mich auf die campingplatze mitteleuropas, vor allem die großen festivals haben es mir angetan: rock im park, southside, novarock und frequency, die heilige vierfaltigkeit.

crowd surfing nervt, ich weiß. trotzdem ließ ich mich oft & gerne auf händen quer über das publikum tragen. da ist man nämlich als kleine, schwache frau gern gesehen! hier zwei anekdoten dazu:

wir schreiben 2010, rock im park, the prodigy. wir kamen auf die glorreiche idee, mein crowdsurfen geschätzte 300 m vor der bühne zu beginnen. es dauerte nicht lange, da landete ich auf dem (asphalt-)boden. da wollte ich mich gerade lauthals beschweren, als ich den grund für die unterbrechung "roch": es war eine kotzpfütze epischen ausmaßes! ich schwöre, sie hatte über einen meter im durchmesser. und ich wäre beinahe darin gelandet!

gehen wir noch weiter zurück: frequency 2007, the dandy warhols. mit das schlimmste was dir auf festivals passieren kann, ist dort in begleitung deiner periode aufzutauchen. bei mir hat das "pillen-verschieben" nie funktioniert, also musste ich einfach durch. in meiner funktions-männer-hose füllte ich jede tasche randvoll mit tampons. als ich einmal quer durch die menge surfte, verriet der anschließende griff an die hose folgendes: ich hatte soeben meinen sämtlichen vorrat über der menge verteilt! (vielleicht war die ein oder andere froh darüber? lisi der tamponengel eilt zu hilfe!)

abschließend möchte ich aber nochmal das schöne an festivals herausheben:
man findet sich als teil eines kollektivs wieder, das gemeinsam die musik feiert.
alles drum herum.. festival style, zelt oder hotel, sei doch jedem selbst überlassen.

Kommentare

  1. Haha krasser Scheiss! Erstes Festival und direkt die Foo Fighters sehen kann schon einiges! Ich hab dafür 13 Festivaljahre gebraucht :-D
    Kann deine Liebe definitiv nachvollziehen! Bin auch ein richtiger Festivaljunkie und habe in den vergangenen zwei Jahren mitgenommen was nur ging. Das ist einfach eine ganz andere Welt in der man komplett abschalten und den Alltag vergessen kann! Freu mich jetzt schon wie Schnitzel auf Rock im Park und das Southside nächstes Jahr. Tatsächlich hält man das sogar als ältere Körper noch erstaunlich gut durch. Wenn genügend Bier am Start ist und man ne bequeme Isomatte hat :-D
    Zwe herrliche Anekdoten!!!

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    1. vielen lieben dank für dein kommentar! ich musste dieses jahr auf eine richtige liege upgraden, sonst hätte das mein rücken knapp nach der physio nicht gepackt ;)

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