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#weekENDer

Meine liebste anekdote, zur schließung des clubs in innsbruck.


für alle, die es nicht wissen: der weekender war eine institution in innsbruck, eine bar, eine konzertlocation aller erster sahne. der kleine kellerclub holte die crème de la crème der internationalen rockmusik in die alpen: frank turner, portugal. the man, sugarhill gang, dispatch, lagwagon.. the list goes on and on. ende mai schloss er für immer seine pforten.

grund genug, meine liebste geschichte aus 11 jahren weekender zu erzählen.

es war im april 2008, als meine freundin anna geburtstag hatte, süße 17 ist sie geworden. als überraschung wollten wir sie nach der schule abholen und das wombats-konzert im weekender besuchen!

jedoch ist die überraschung gleich beim mc fastfood vorher aufgeflogen:
lisi: "freundin b, wieso sind deine haare so fettig?"
freundin b: "ich wollte sie mir vor dem konzert nicht waschen."
oje. da hatten wir noch vergeblich versucht, uns auf's ebenfalls stattfindende christina stürmer konzert hinauszureden, vergeblich.

plot: nach einer extra großen portion pommes machte ich, wie so oft, den obersten knopf meiner hose auf, und fuhr los.

so warteten wir dann eine stunde später bereits an erster stelle vor der kleinen bühne, die mir knapp übers knie ging. damals gab es noch keine absperrungen, lediglich 2-3 gutaussehende securities standen vor unserer nase. wir haben uns zum niedlichsten gesellt, selbstverständlich.

das konzert war wie erwartet: ausverkauft, laut & schweißgebadet. durch das ganze pogen schwankte ich immer zwischen reihe 1 und 5, als ich plötzlich merkte, wie sich meine hose verabschiedete. mit jedem sprung rutschte sie weiter südwärts.

alle rückholversuche scheiterten an 1. dem nicht vorhandenen platz und 2. dem ganzen schweiss überall. so tanzte ich unbeirrt ohne hose weiter - alle standen so eng aneinander geschmiegt, das hat sowieso niemand mitbekommen!

plötzlich öffnete sich jedoch die menge vor mir, ein schubbser kam von hinten und ich fiel längs auf den gut aussehenden security - mit der hose an den knöcheln. gott lob gab es damals noch herzlich wenige smartphones, sonst wäre dieser anblick viral gegangen.

noch bevor irgendjemand reagieren konnte, sprang ich auf, zog die hose hoch und flüchtete nach hinten an die bar, von wo ich den rest des konzertes verfolgte. allein dafür werde ich das weekender nie vergessen.

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